Das Zentrum für Mikroskopie und Bild­analyse ist eine von zwölf strate­gischen Technologie­plattformen der UZH. Es stellt fakultäts­übergreifend Expertise und Geräte für Spezial­aufgaben bereit und ermöglicht so Spitzen­leistungen zum Beispiel in der bio­medizinischen Forschung.
Das Zentrum für Mikroskopie und Bild­analyse ist eine von zwölf strate­gischen Technologie­plattformen der UZH. Es stellt fakultäts­übergreifend Expertise und Geräte für Spezial­aufgaben bereit und ermöglicht so Spitzen­leistungen zum Beispiel in der bio­medizinischen Forschung.

Forschung und Innovation

Exzellenz sichern,
Zukunft gestalten

Die UZH setzt ihre Res­sourcen stra­te­gisch ein, um ihre For­schung nach­hal­tig zu stär­ken – zum Nut­zen der Gesell­schaft.

Beste­hende Stärken stärken und die einzig­artige fach­liche Viel­falt der UZH durch inter­diszipli­näre Vernet­zung nut­zen – dieser Stra­tegie des «Thought Leader­ship» folgt die For­schungs­förde­rung der UZH. Die For­schung an der UZH interes­siert sich für die kom­ple­xen Fra­gen der Mensch­heit und enga­giert sich für die Lö­sung ge­sell­schaft­licher He­raus­for­derun­gen.

Uni­ver­sitä­re For­schungs­schwer­punkte als Aus­gangs­punkt

Ein be­reits seit 20 Jahren beste­hen­des strate­gisches Förder­instru­ment sind die Uni­versi­tären For­schungs­schwer­punkte (UFSP). Sie wer­den kom­peti­tiv aus­ge­schrie­ben, ha­ben eine maxi­male Lauf­zeit von zwölf Jah­ren und bün­deln Exper­tise aus ver­schie­denen Fach­bereichen. Ziel ist es, wissen­schaft­liche Frage­stellun­gen zu gesell­schaftlich rele­vanten The­men zu adressie­ren. Die UFSP der drit­ten Serie lau­fen mehr­heit­lich bis 2028, jene der zwei­ten Serie ende­ten 2024.

Im Hin­blick auf die Weiter­ent­wick­lung ihrer För­der­in­strumen­te führte die UZH eine Wir­kungs­ana­lyse der acht UFSP der zwei­ten Serie durch. Sie zeigt, dass die UFSP viele nach­hal­tige Effekte über ihre Lauf­zeit hinaus erziel­ten. Zur lang­fristi­gen Ver­steti­gung der auf­gebau­ten Exper­tise tru­gen acht Stu­dien- und Dok­torats­pro­gramme sowie 25 neu geschaf­fene bzw. umge­widmete Profes­suren bei. Insge­samt 470 Nach­wuchs­forschen­de wur­den geför­dert und 650 öffen­tliche Ver­anstal­tungen durch­ge­führt. Die For­schungs­arbeit der acht UFSP floss in 4200 wissen­schaft­liche Publi­kationen und in mehr als 30 politi­sche Ent­scheidungs­prozesse ein.

Im Zu­sam­men­hang mit den UFSP wur­den zu­dem vier For­schungs­zentren gegrün­det oder nach­hal­tig ge­stärkt: das Zu­rich Cen­ter for Lingu­istics, das UZH Block­chain Cen­ter, das Heal­thy Longe­vity Cen­ter und das Com­pre­hen­sive Can­cer Cen­ter. Zu den blei­ben­den Struk­turen zäh­len ausser­dem vier neue Tech­no­logie­platt­formen und Daten­banken mit natio­naler und inter­natio­naler Au­srich­tung und Strahl­kraft, darun­ter die Lingu­istic Re­search Infra­struc­ture.

Stra­tegi­sche Weiter­entwick­lung

Mit inter­diszi­pl­inärer Spitzen­forschung, gemein­schaft­licher Metho­den­entwick­lung und der Bereit­stel­lung offener For­schungs­daten lei­sten die UFSP einen wich­tigen Bei­trag zur Exzel­lenz­strategie der UZH. Die ver­ste­tigten Berei­che spie­geln inhalt­lich den Füh­rungs­an­spruch der UZH wider, so zum Bei­spiel im holis­tisch zu denken­den Ge­biet des Heal­thy Aging.

Die Heraus­forder­ung besteht nun darin, die neu ent­standen­en inter­diszipli­nären An­sätze, Netz­werke und Zen­tren in den univer­sitären Struk­turen zu veran­kern. Zusam­men mit den Fakul­täten und Stän­den prüft das Prorek­torat For­schung derzeit Vari­anten, wie die inter­diszipli­näre Forschungs­zusam­men­arbeit noch geziel­ter geför­dert wer­den kann. Ziel ist es, erfolg­reiche Initiati­ven ein­facher im For­schungs- und Lehr­all­tag der UZH ein­zu­bet­ten und sicher­zu­stellen, dass die zur An­schub­finan­zie­rung ein­gesetz­ten Res­sourcen eine mög­lichst nach­halti­ge, dis­zipli­nen­verschrän­kende Wir­kung erzie­len.

Präzisionsmedizin

Die UZH hat die Prä­zisions­medi­zin auch 2025 kon­se­quent vor­ange­trie­ben – mit sicht­barem Er­folg. Ab 2026 tre­ten vier For­schungs­pro­jekte in die klini­sche Pha­se ein. Die­ser Schritt un­ter­streicht die Wirk­sam­keit der För­de­rung durch die Uni­versi­täre Medi­zin Zü­rich (UMZH): For­schung, Daten­ana­lyse und klini­sche An­wen­dung ver­zah­nen sich im­mer enger. Ziel ist es, neue wissen­schaft­liche Er­kennt­nisse rascher in Thera­pien zu über­führen und die Krebs­behand­lung geziel­ter und wirk­samer zu gestal­ten.

Je en­ger For­schung und klini­sche Anwen­dung zusam­men­rücken, desto grös­ser wird der Bedarf an leistungs­fähiger Daten­infra­struk­tur. Vor diesem Hinter­grund ging Ende 2025 die zen­trale Bio­medi­zin­infor­matik-Platt­form in die Test­phase. Sie ermög­licht es Forschen­den, umfang­reiche klini­sche und moleku­lare Da­ten ef­fi­zient zu verknüp­fen und aus­zu­wer­ten.

Auch struk­turell baut die UZH ihre Kompe­tenzen aus. Ein neu geschaf­fener Lehr­stuhl für Gend­er­medizin ver­ankert geschlechts­spezi­fische Perspek­tiven dauer­haft in For­schung und Leh­re und trägt dazu bei, prä­zisions­medizi­nische An­sätze dif­feren­zier­ter und wirk­samer zu gestal­ten.

Getra­gen wer­den diese Ent­wick­lun­gen von einem eng verzahn­ten Netz­werk: The LOOP Zu­rich, das Tumor Pro­filer Cen­ter und das Com­pre­hen­sive Can­cer Cen­ter Zürich bün­deln ihre Exper­tise unter dem Dach der UMZH, zu der neben der UZH auch die ETH Zü­rich sowie die vier uni­versi­tären Spitäler gehö­ren.

Neue Nationale Forschungs­schwerpunkte

Mit den Pro­jek­ten Chil­dren & Can­cer und Muoni­verse ge­hen zwei von insge­samt sechs neu bewil­lig­ten NFS der sechs­ten Serie an die UZH – ein histo­ri­scher Er­folg, der das Ergeb­nis lang­fris­tiger strate­gischer Inves­titio­nen ist.

Der NFS Chil­dren & Can­cer (UZH/Uni­ver­sität Lau­sanne) bün­delt erst­mals natio­nal die bis­lang frag­men­tier­ten For­schungs­akti­vitä­ten in der Kin­der­on­kolo­gie und ver­bin­det Grund­lagen­forschung, Inno­vation und klini­sche An­wen­dung. Im Fo­kus ste­hen präzi­sere Diagno­sen und indi­vidu­ell ange­passte Thera­pien, die den biolo­gischen Be­son­derhei­ten kind­licher Tumo­ren Rech­nung tra­gen. Ge­plant ist unter ande­rem der Auf­bau einer natio­nalen Platt­form für prä­zise Tumor­charak­terisie­rung. Die star­ke Stel­lung der Uni­versitär­en Medi­zin Zü­rich in der Präzi­sions­onko­logie bil­det da­für exzel­len­te Vor­aus­setzun­gen.

Der NFS Muoni­verse (UZH/Paul Scherrer Insti­tut) er­schliesst das Poten­zial der Myonen­forschung für Wis­sen­schaft und An­wen­dung. Die Myo­nen­strahl-Tech­no­lo­gie spielt nicht nur in der Teil­chen­phy­sik eine wich­tige Rolle, son­dern schafft auch neue Mög­lich­kei­ten in der Mater­ial­forschung und -ent­wick­lung. Der For­schungs­schwer­punkt baut auf einer inter­natio­nal füh­ren­den ge­mein­samen For­schungs­infra­struk­tur auf und stärkt die Ver­net­zung der betei­lig­ten Insti­tutio­nen in die­sem zu­kunfts­weisen­den Be­reich.

Das Pro­jekt Chil­dren & Can­cer wird vom Bund in den näch­sten vier Jah­ren mit rund 17,0 Mio. CHF unter­stützt, Muoni­verse mit 14,3 Mio. CHF. Aus­ser­dem sind UZH-For­schen­de am neuen NFS CLIM+ zu Kli­ma­extre­men be­teiligt – mit der ETH Zü­rich und der Uni­versi­tät Bern als Heim­institu­tionen. Die UZH ist weiter­hin Heim­institu­tion des 2019 gegrün­deten NFS Evol­ving Lan­guage. Alle NFS stär­ken die Spit­zen­for­schung an der UZH nach­haltig.

Vielfalt strategisch fördern: TRANSFORM

Die För­der­linie TRANS­FORM dient dazu, Bottom-up-Ini­tiati­ven von For­schenden zu be­schleu­nigen und in ver­ste­tigte Struk­turen zu über­füh­ren, die der Wei­ter­ent­wick­lung der gesam­ten Uni­versi­tät nüt­zen – so­wohl durch Schaf­fung neuer als auch durch Re­or­gani­sation beste­hen­der Ein­hei­ten. 2025 wur­den zwei neue TRANS­FORM-Pro­jekte be­wil­ligt: Zum einen soll an der UZH ein «Res­pon­sible AI Clus­ter» ent­steh­en, das ver­ant­wor­tungs­volle For­schung, Lehre und Wis­sens­vermit­tlung zu künst­licher Intelli­genz vor­an­treibt, den Tech­no­lo­gie­trans­fer för­dert und die inter­diszipl­inären Kom­peten­zen an der UZH bün­delt. Geplant sind unter ande­rem je ein Lehr­stuhl am Insti­tut für Infor­matik und am Insti­tut für Mathe­ma­ti­sche Model­lie­rung und Ma­chine Lear­ning so­wie eine Ge­schäfts­stelle. Zum an­deren soll mit dem «Crime­LabUZH» künf­tig ein inter­fakul­täres For­schungs­zentrum realisiert werden. Ziel sind die Inte­gra­tion und die Zusam­men­arbeit ver­schie­dener Fach­berei­che aus Medi­zin, Rechts­wis­sen­schaften, Geis­tes- und So­zia­lwis­sen­schaften, Öko­no­mie, Theo­lo­gie und Reli­gions­wis­sen­schaften, um Ur­sachen, Kon­troll­mechanis­men, Vik­timi­sier­ung und neue For­men von Krimi­nali­tät inter­diszipli­när zu unter­suchen. Das «Respon­sible AI Clus­ter» erhält eine An­schub­finan­zie­rung von 1,7 Mio. CHF, das «Crime­LabUZH» von 1,5 Mio. CHF.

Strategische Forschungs­infrastrukturen

Tech­no­lo­gie­platt­for­men er­mög­lichen For­schung auf höch­stem Ni­veau, in­dem sie Wis­sen­schaft­ler­innen und Wis­sen­schaft­lern modern­ste Ge­räte, Metho­den und Ex­per­tise zur ge­mein­samen Nut­zung be­reit­stel­len. Die UZH be­treibt rund 35 solcher Platt­formen, da­von zwölf strate­gische Tech­no­lo­gie­platt­for­men, die jähr­lich von über 4000 For­schen­den aller UZH-Fakul­täten so­wie von ex­ter­nen For­schen­den so­wohl aus dem aka­demi­schen Be­reich als auch aus der Indus­trie ge­nutzt wer­den. Aus­serdem sind zehn UZH-Pro­jek­te auf die na­tio­nale Road­map für For­schungs­infra­struk­turen 2025 aufg­enom­men wor­den – die höchste Aus­zeich­nung für exzel­lente For­schungs­infra­struk­tur in der Schweiz. 

Da die Fi­nan­zie­rung sol­cher Infra­struk­turen eine He­raus­forde­rung dar­stellt, hat eine Ar­beits­gruppe unter der Lei­tung der UZH im Rah­men von swiss­uni­versi­ties eine neue Strate­gie zur schweiz­wei­ten Pla­nung, Gover­nance und Finan­zie­rung strate­gischer Infra­struk­tur ent­wickelt. Gleich­zei­tig wur­de ein inter­nes Finan­zierungs­instru­ment ge­schaf­fen, das die Füh­rungs­rolle der UZH im Be­reich höchst­ent­wick­el­ter For­schungs­infra­struk­tu­ren in vielen Diszi­pli­nen sichern soll.

Drittmittel

Dritt­mittel­ein­wer­bun­gen sind ein zen­traler Indi­kator für die Qua­li­tät und die Wett­be­werbs­fähig­keit der For­schung. 2025 stamm­ten 21 Prozent des Ge­samt­budgets der UZH aus Dritt­mitteln, was einem Volu­men von 360 Mio. CHF ent­spricht.

Bei den kom­petiti­ven Dritt­mitteln des Schwei­zeri­schen Na­tion­al­fonds (SNF), die wäh­rend des teil­weisen Aus­schlus­ses der Schweiz aus dem For­schungs­pro­gramm Hori­zon Europe zwi­schen 2021 und 2024 er­satz­weise ver­ge­ben wur­den, er­rei­chte die UZH eine Spit­zen­posi­tion: Von ins­ge­samt 611 Mio. CHF an För­der­mit­teln gin­gen 78 Mio. CHF an die UZH, da­mit war sie – nach der ETH Zü­rich – die am zweit­meis­ten ge­för­der­te Hoch­schule der Schweiz.

Auch bei den hoch­kom­petiti­ven För­der­instru­men­ten des Euro­päischen For­schungs­rats (ERC), zu denen seit 2025 wie­der vol­ler Zu­gang be­steht, ist die UZH er­folg­reich: Neun Con­soli­dator Grants, zwei Star­ting Grants und ein Proof of Con­cept Grant gingen an UZH-For­schen­de, wo­bei die Philo­so­phi­sche, die Wirt­schafts­wis­sen­schaft­liche und die Me­dizi­nische Fakul­tät beson­ders erfolg­reich ab­schnit­ten. Zu­dem konn­te Ohad Me­dalia, Pro­fes­sor für Bio­che­mie an der UZH, 2025 be­reits zum zwei­ten Mal einen der prestige­trächti­gen ERC Sy­nergy Grants ein­wer­ben. Das inter­na­tio­nale For­schungs­pro­jekt zur struk­turel­len Orga­nisa­tion von Chromo­somen wäh­rend der Zell­tei­lung wird mit ins­ge­samt 10,3 Mio. EUR geför­dert, da­von ent­fal­len 3,3 Mio. EUR auf die UZH.

Zwei wei­tere Bei­spie­le ver­an­schau­li­chen die Band­brei­te erfolg­rei­cher Dritt­mit­tel­ein­wer­bun­gen an der UZH 2025:  Die For­schungs­initia­tive CHEF (Swiss High Ener­gy Phy­sics for the FCC, MNF) zur Wei­ter­ent­wick­lung der Schwei­zer Teil­chen­phy­sik wird vom Staats­sekre­tariat für Bil­dung, For­schung und Inno­vation (SBFI) mit 4,8 Mio. CHF unter­stützt. Unter der Feder­füh­rung der UZH sichert das Pro­gramm die Schwei­zer Betei­ligung am geplan­ten Fu­ture Cir­cu­lar Col­li­der (FCC) der Euro­pä­ischen Organi­sation für Kern­for­schung (CERN).

Das Ja­cobs Cen­ter for Produc­tive Youth Deve­lop­ment (PHF, WWF) unter­sucht die Ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­lichen in sozia­len, wirt­schaft­lichen und kul­turel­len Kontex­ten. Die Grund­finan­zie­rung er­folgt je zur Hälfte durch die UZH und die Ja­cobs Foun­da­tion. Zu­sätzlich akqui­riert das Cen­ter jähr­lich Dritt­mittel in Höhe von 1–2 Mio. CHF. Im Jahr 2025 warb es erfolg­reich 3,8 Mio. CHF ein, davon 3,2 Mio. für das Pro­jekt Swiss Ed­Lab – eine na­tio­na­le Platt­form, die Er­kennt­nis­se aus Bil­dungs- und Ent­wick­lungs­for­schung in die Pra­xis über­führt.

Innovation

Die UZH leis­tet einen sub­stan­ziel­len Bei­trag zur Innova­tions­kraft des Wirt­schafts- und For­schungs­stand­orts Zü­rich so­wie der Schweiz ins­ge­samt. In den ver­gange­nen vier Jah­ren verzei­chnete die UZH pro Jahr durch­schnitt­lich 37 Patent­an­mel­dun­gen und sechs Grün­dun­gen von Spin-off-Fir­men, die For­schungs­ergeb­nisse der UZH zur Markt­reife brin­gen.

Der UZH Inno­vation Hub – die Dreh­schei­be zur Innova­tions­för­de­rung an der UZH – er­gänzt schritt­wei­se seine eta­blier­ten In­stru­mente. So wurde im Jahr 2024 das Struk­tur­för­der­pro­gramm DRIVE lan­ciert. Es stösst mit 26 Pro­jekt­ein­ga­ben bei For­schungs­gruppen auf grosse Be­ach­tung. Im Jahr 2025 wur­de das För­der­port­folio, das den Fokus bi­sher auf For­schende legte, auch für die Ziel­gruppe Studie­rende aus­ge­baut: Mit dem neuen Studien­pro­gramm «Innova­tion & Entre­pre­neur­ship» schafft die UZH erst­mals ein Master­pro­gramm, das un­ter­neh­meri­sche Kompe­ten­zen syste­ma­tisch ver­mit­telt und Studie­ren­den aller Fakul­täten of­fen­steht. Der drei­semestrige Minor för­dert inter­diszipli­näre Team­arbeit und schafft durch Ein­bin­dung ex­ter­ner Part­ner einen star­ken Praxis­bezug. Die Ein­füh­rung des Pro­gramms im Herbst­semes­ter 2026 mar­kiert einen wich­ti­gen Schritt, um unter­neh­mer­isches Den­ken früh­zei­tig in der akade­mischen Aus­bil­dung zu veran­kern.

Paral­lel dazu ver­bes­ser­te der Innova­tion Hub die insti­tutio­nel­len Vor­aus­set­zungen für den Aus­bau von Indus­trie­part­ner­schaften. Ein zen­tra­ler Bau­stein hier­für ist die neu geschaf­fene Funk­tion des In­dus­try Engage­ment Mana­ger, die den Zu­gang zu strate­gi­schen Part­nern struk­tu­riert und pro­fes­sio­nali­siert. Ergän­zend stärk­ten Open-Inno­va­tion-Forma­te – wie der welt­weit erste Star­lab Space Hack­athon im Novem­ber 2025 – die Posi­tion der UZH als Im­puls­gebe­rin für zu­kunfts­wei­sen­de Inno­vationen.

Der UZH Space Hub über­nimmt beim Auf­bau eines in­ter­na­tio­nalen Raum­fahrt­öko­sys­tems in Zü­rich eine tra­gen­de Rolle. Eine Schlüssel­partner­schaft be­steht seit 2024 mit dem Kon­sor­tium Star­lab Space, das am Inno­vation Park Zu­rich (IPZ) die euro­päische Basis der ge­plan­ten Raum­statio­nen reali­sieren will. In Verbin­dung mit dem Cen­ter for Space and Avia­tion Switzer­land and Liechten­stein (CSA) bau­te der Space Hub 2025 sein in­ter­na­tio­na­les Netz­werk ge­zielt aus und berei­tete die Zusam­men­arbeit mit der Agen­tur Space Flo­ri­da, der Uni­ver­sity of Flo­ri­da so­wie dem Voya­ger Techno­lo­gies Insti­tute vor. Diese Partner­schaften er­öff­nen neue Zu­gänge zu Infra­struk­tur, For­schung und Märk­ten und tra­gen da­zu bei, den Switzer­land Inno­vation Park Zu­rich als Knoten­punkt einer künf­tigen euro­päischen New Space Eco­nomy zu posi­tio­nie­ren.

Klinik und Forschung verknüpfen

Die enge Verbin­dung von For­schung, Lehre und klini­scher Ver­sor­gung ist ein ent­schei­den­der Erfolgs­fak­tor für den Medi­zin­stand­ort Zü­rich. Vor die­sem Hinter­grund för­dert die UZH seit 2024 das Ad­vanced Clini­cian Scien­tist Pro­gram (ACS), das Ärz­tinnen und Ärz­te mit ab­ge­schlos­sener Fach­arzt­aus­bildung an­spricht, die eine aka­demi­sche Lauf­bahn an­streben und so­wohl in Kli­nik als auch For­schung ak­tiv sind.

Im Jahr 2025 wur­den acht viel­ver­sprech­ende Nach­wuchs­for­schen­de aus­ge­wählt – aus ins­ge­samt 80 Be­wer­bun­gen. Die aus­ge­wähl­ten Kan­di­da­tin­nen und Kan­dida­ten über­zeug­ten in einem hoch­kom­petiti­ven Aus­wahl­ver­fahren und er­hal­ten nun ge­schütz­te For­schungs­zeit, Zu­gang zu tech­ni­schem Per­so­nal und gross­zügig För­der­mit­tel für ei­gen­stän­dige Pro­jek­te. Da­mit stärkt das Pro­gramm ge­zielt die Ver­bin­dung von Spit­zen­for­schung und klini­scher Pra­xis. Die nächste Be­wer­bungs­runde star­tet im Früh­jahr 2026.

Die UZH ist Heim­institu­tion des neuen Natio­nalen For­schungs­schwer­punkts Children & Cancer. Ziel ist es, Krebs­thera­pien weiter zu ver­bes­sern. Der drei­jährige Thiago (Bild) wurde am Uni­versi­täts-Kinder­spital Zürich erfolg­reich gegen Leu­kämie be­handelt.

Medizinische Innovationen beschleunigen

Der Trans­latio­nal Medi­cine Acce­le­rator (TMA) der Uni­versi­tären Medi­zin Zü­rich (UMZH) beglei­tete 2025 er­neut For­schende da­bei, ihre medi­zini­schen Inno­vatio­nen von der For­schung zur Markt­rei­fe zu ent­wickeln. Er bie­tet mass­ge­schnei­der­te Bera­tung, unter­neh­meri­sche Schu­lun­gen, Men­to­ring und Zu­gang zu Indus­trie­part­nern und Inves­to­ren, um viel­ver­sprech­en­de Pro­jek­te in Spin-offs, Ko­ope­ratio­nen oder Part­ner­schaf­ten zu über­führen. 

Im Jahr 2025 wur­de zu­dem der Zu­rich Hub for Drug and De­vice Deve­lop­ment (ZH3D) lan­ciert: Wäh­rend der TMA vor allem die frü­hen trans­latio­na­len Sta­dien und die kom­mer­zielle Um­setzung unter­stützt, stellt ZH3D die tech­ni­sche, regu­lato­rische und qua­litäts­gesi­cherte Wei­ter­ent­wick­lung von Wirk­stof­fen und Me­di­zin­pro­duk­ten be­reit, so­dass Pro­jek­te für klini­sche Tests und Markt­zugang vor­be­rei­tet wer­den. Ge­mein­sam bil­den TMA und ZH3D eine durch­gän­gige Brü­cke von der Idee bis zur klini­schen An­wen­dung und be­schleu­ni­gen die Trans­la­tion von For­schungs­ergeb­nissen zum Nut­zen von Patien­tin­nen und Patien­ten.

Autorschaft fair regeln

Wis­sen­schaft­liche For­schung ist heu­te zuneh­mend ar­beits­teilig, inter­diszi­pli­när und inter­natio­nal organi­siert. Da­mit wächst der Be­darf nach kla­ren Re­geln für die Zuschrei­bung von Autor­schaft, denn Autor­schaft schafft Ver­trau­en in For­schungs­ergeb­nisse und prägt wis­sen­schaft­liche Karrie­ren. Vor diesem Hin­ter­grund hat die UZH 2025 Richt­linien zur Autor­schaft er­las­sen. Sie kon­kre­tisie­ren die Inte­gritäts­ver­ord­nung und defi­nie­ren trans­paren­te Kri­terien für eine faire und voll­stän­dige Nen­nung aller wesen­tlich Bei­tra­gen­den. Da­mit stärkt die UZH die Stan­dards guter wis­sen­schaft­licher Pra­xis und schafft ins­beson­dere für For­schen­de in frü­hen Karrie­re­pha­sen ver­lässli­che Rah­men­be­dingun­gen.

Storys aus der Forschung

Was uns stark macht

Entdecken Sie, wie For­s­chen­­de an der UZH Tu­­mo­­ren be­­kämp­­fen, öko­­no­­mi­­sche Ent­­wick­­lungs­­per­­spek­­ti­­ven auf­­zei­­gen, ge­­sun­­de Lang­­le­­big­­keit för­­dern, Mög­­lich­­kei­­ten der Stress­­be­­wäl­­ti­­gung und der Ver­­trauens­­bil­­dung er­­kun­­den – und so zu einer wider­­stands­­fä­­hi­­gen Ge­­sell­­schaft beitragen.

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